An der Zwerchwiese: Rundum erneuerte Wohnhausanlage

Die Anlage der Wohnungsgenossenschaft Wohnbau aus den 1950er Jahren im 19. Bezirk erhielt einer Generalsanierung – mit neuen Fenstern, Balkonen, Wärmedämmung und vielem mehr. Einfach war das aber nicht…

Vorher - Nachher & Bewohnerin Ingrid Weickert

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„Ich bin glücklich, dass ich hier wohnen kann. Schade, dass das mein Mann nicht mehr erleben durfte. Er hat sich so auf den neuen Balkon gefreut“, erzählt Ingrid Weickert lächelnd. „Zum Wohnen ist es hier einmalig. Und jetzt bekommen wir auch noch einen Lastenaufzug, sodass ich die Einkäufe nicht mehr über die Treppen schleppen muss“, zeigt sich die rüstige Bewohnerin der Wohnhausanlage „An der Zwerchwiese“ rundum zufrieden.

Die umfassende Gebäudesanierung der in die Jahre gekommenen Anlage aus den 1950er Jahren und ihren 40 Wohnungen war jedoch durchaus problematisch: „Aufgrund der Hanglage mussten neben dem Fenstertausch, nachträglichen Einbau von Balkonen und der thermischen Sanierung auch statische Maßnahmen gegen Hang-Rutschungen ergriffen werden“, erklärt Harald Freidl von der FMTD-Abteilung und für die Sanierung der „Zwerchwiese“ verantwortlich. Trotzdem: Alles ist mehr als gelungen. Selbst an die kunstvollen Malereien an den Fassaden wurde gedacht: Durch ein neuartiges Verfahren auf der neuen Putzoberfläche konnten diese originalgetreu reproduziert werden und zeigen nun wieder die symbolisierten vier Jahreszeiten.

In Zukunft können die Bewohner sich auch über deutlich niedrigere Heizkosten freuen. Insgesamt kommt es zu einer Einsparung des Heizwärmebedarfs von 149,86 kWh/(m2a), was sich bei Frau Weickert schon zeigt: „Durch die neuen Fenster gibt es keine Zugluft mehr. Die Temperaturen in der Wohnung sind angenehm konstant, auch wenn ich in der Nacht die Heizung stark zurückdrehe.“

Die größte Freude hat Frau Weickert aber eben mit dem Balkonzubau, der nun auch deutlich mehr Licht hereinlässt. Diese Begeisterung haben vor den Bauarbeiten nicht alle Bewohner geteilt. Weickert: „Als sie aber meinen Balkon besichtigt haben, hat sich ihre Meinung schlagartig geändert.“ Trotzdem: Wenige Mieter wollten keinen Balkon. „Wir respektieren die Wünsche unserer Bewohner. Die Balkone wurden nur bei jenen eingebaut, die auch einen wollten“, erklärt Harald Freidl von der Sanierungsabteilung der SOZIALBAU. Dieses Versprechen hat man gehalten. Es wurden deshalb nur Maßnahmen getroffen, damit bei einem Auszug der Mieter die betroffenen Wohnungen einfach und kostengünstig mit einem Balkon nachgerüstet werden können.